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Karneol, 10x8 mm, Kopf Profilansicht (beschädigt), 1.-2. Jahrhundert nach Christus


Gemme

Übersicht der Gemme

Die Gemmen, die in die Filigranelemente eingesetzt sind, sind aus einer älteren Zeit, als die Entstehung des Reliquiars. Sie werden datiert auf das 1. Jahrhundert vor bis 2. Jahrhundert nach Christus. Innerhalb dieser Zeit hat im klassischen Griechenland die Produktion der Gemmen den Höhenpunkt erreicht. Als Material werden die Abarten von Karneol, Onyx, Achat und Jaspis benützt, in die die Dekorationen figuraler und tierischer Motive graviert wurden. Um diese Miniaturen präzis zu bearbeiten können, brauchte man eine Lupe, die aus einem Bergkristall geschliffen wurde. Die Bearbeitung verlief mit Hilfe eines kleinen Schleifsteines, der sich auf einem Haspelchen gedreht hat. Diese Art von Verarbeitung ist bewundernswert, betrachtet man den Ausmaß der Gravierung. Das benützte Scheibchen beträgt in einigen Fällen ein unglaublich kleines Ausmaß und zwar ein Zehntel eines Millimeters. Nach Mitteleuropa gelangten Gemmen meißtens nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzritter im Jahre 1203. Die Gemmen wurden an den Reliquiar sekundär angebracht, als ein Bestandteil der filigranen Elemente, und das in einer ungewöhnlichen Menge von 68 Stück. Dazu kamen noch andere Edelsteine.

 

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