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Das geprägte Dekor bindet sich üblicherweise aneinander und bildet so längere Gürtel


Geprägte Teile aus Kupfer

Eine häufige Goldschmiedearbeitstechnik bei der Ausschmückung mittelalterlicher Reliquiare sind geprägte Motive. Es handelt sich eigentlich um überdeckte Flächen. Dazwischen sind andere Elemente, die sich durch wiederholt geprägtes Dekor auszeichnen. Diese verzierten Gürtel auf dem Reliquiar sind aus dünnem kupfernen Blech, auf dem das Dekor mit eine Stanze aus dem gehärteten Eisen geprägt wurde. Das geprägte Dekor bindet sich üblicherweise aneinander und bildet so längere Gürtel; diese säumen an dem Reliquiar die Reliefe, die Kante des Seitenteils und den ganzen Sockel. Hier wurden zwei Arten von Stanzen verwendet, an dem Detail ist gut die Anknüpfung der Prägung bemerkbar - die Fläche der Stanze beträgt zweieinhalb dessen der Elementsdekoration.

Eine andere Art von Prägung - das Stanzen - ist an der Hintergrundsfläche der Apostel - Sie wurden aber an den Reliquiar später angebracht und zwar dort, wo die Prägung an der größten Fläche eine diagonale Komposition bildet. Mit derselben Stanze sind die Säulchen mit geprägter Dekoration verziert und das durch Prägung beschmückte Material wurde danach zu einem Röhrchen, das eine Säule bildet verdreht.

Geprägt sind auch die vergoldeten Sternchen - Blümchen, die einzeln an die Hintergrundfläche der vorderen Statuetten des Maurus und Christus angeschlagen wurden. Kleine Stanzen wurden auch zum Schmücken der Sattelkanten benutzt.

Geprägte Teile - die Figuren der Engel und Propheten.

Die Ausschnitte zwischen den Maßwerken sind mit geprägten Figuren der Engel (obere Reihe) und Propheten (untere Reihe) ausgefüllt. Diese Figuren sind plastischer angefertigt und sind deswegen aus silbernem Blech geprägt, welches eine bessere Dehnbarkeit bei der Prägung hat als Kupfer. Damit das dünne Material das Relief der Stanze kopieren konnte, wurde eine Bleimatrize verwendet. Durch Schläge auf die Matrize wurde das Blech in die Stanze genau hineingedrückt. Die Figuren der Engel sowie auch der Propheten sind übereinstimmend, was bedeutet, dass sie von denselben Stanzen geprägt wurden.

Mit Hilfe von Stanzen wurde wahrscheinlich auch die Dekoration des Dachkammes hergestellt. In diesem Fall prägt die Stanze schrittweise die Dekoration in das volle - stärkere Material. Die durchbrochenen Teile wurden nachher ausgehackt und die Dekoration ziselierweiße verbessert. Der Gürtel auf dem Dachkamm ist zweiteilig -  gefasst zwischen zwei Türmchen. Hier sind Bergkristalle in Form von Spindelwirbeln angebracht, und in die Aussparungen eingesetzt, die nach der Form der Steine geformt waren.

 

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