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Heilige Simon


Statuetten

Statuettenübersicht

Der Terminus-technicus das Hämmern oder Ziselieren ist im Falle dieser Meisterarbeit nicht ganz zutreffend. Das dünne silberne hochwertige Blech wird hier in Formen aus Holz und Kitt gedrückt - und mit Hilfe Werkzeugs aus Holz und Metall gezogen. Dies ermöglicht ein Ausformen von gegliederter hoher Modellierung, ohne dass das verwendete dünne Material reisst. Diese Technik, die schon im Mittelalter vergessen war, ist in dem Buch Theofilus presbyter, schedula diversarum artum beschrieben. In wortgetreuer Übersetzung lautet es: die gedrückten Arbeiten - in Kapitel: De opere ductili. Die Statuetten und Reliefe auf dem Reliquiar des heiligen Maurusus gehören mit ihrer Qualität zu überhaupt den besten Goldschmiedeplastiken die in Kontext der mittelalterlichen Goldschmiedarbeiten angefertigt wurden.

Auf dem Reliquiar sind die Statuetten der Apostel mit folgenden, in den meißten Fällen neueren Attributen, angebracht:

Seite II. Die Apostel 1-6
1. heilige Simon - die Säge
2. heilige Jakob der kleinere - das Buch
3. heilige Bartholomäus - das Messer
4. heilige Juda Thaddäus - der Stab
5. heilige Thomas - das Buch
6. heilige Matthäus - das Kiel, das Buch

Seite IV.: die Apostel 1-6
1. heilige Andreas - das Kreuz
2. heilige Jakob der größere - der Beutel auf dem Stab
3. heilige Matthias - das Beil
4. heilige Philipp - das Kreuz
5. heilige Johannes - der Kelch
6. heilige Peter - der Schlüssel, das Buch

Wahrscheinlich entstanden sie nicht in derselben Zeit. Im Vergleich mit anderen ausgezeichneten und kostbaren Reliquiaren steht eine gute Kenntnis der Komposition, Lebendigkeit der Ausführung, die Beseeltheit der dargestellten Poträts und glänzende und erfinderische Gestaltung der Draperien im Vordergrund. Diese Meisterstückbearbeitung haben die Restauratoren auf den Gedanken gebracht, eine ausführliche Fotodokumentation mit Hilfe von Makroobjektiv und Mikroskop zu erstellen. Die klassischen Ziseliertechniken wurden erst beim Nachbilden der Augen und Locken mit Hilfe feiner Spitzäxte angewendet oder bei präziser Profilierung der Draperien. Zum Abschluß dieser Arbeiten wurden die Statuetten und Reliefs in Feuer vergoldet. Die Oberfläche der Modellierung wurde anschließend mit Hilfe eines Stahlglätters poliert. Der Zerbrechlichkeit wegen wurden die Plastiken und Reliefe mit Kitt ausgefüllt, um sie wiederstandfähiger gegen zufällige Stöße zu machen. Die Oberfläche trägt zahlreiche Spuren solcher Stöße, was in Anbetracht des Alters und Benützung bei den Prozessionen begreifbar ist. Am verwundbarsten waren die emporragenden Teile - die Händchen, die in den Raum ragend modelliert waren. Die ursprünglichen Teile sind ganz sicher nur bei der Statuette des heilige Matthäus und wahrscheinlich auch bei der des heiligen Peters erhalten. Im Laufe der Zeit wurden sie so repariert und ergänzt, wie sie beschädigt wurden. Die meisten Ergänzungen, (leider mit dem schlechtesten Niveau) wurden im 19. Jahrhundert durchgeführt. Aus der Sicht der heutigen Kriterien der Restaurierung, entsprechen die Ergänzungen diesen aus mehreren Gründen nicht. Sie entsprechen nicht den Anforderungen des entsprechenden Legierungarten und auch nicht der Form. Das Problem stellt sich dar die Modellierungen genau an die Originalteile anzupassen. Problematisch ist auch die bildhauerische Sicht - eine naive Modellierung der Ergänzungen aus dem 19. Jahrhundert stellt sich sehr widersprüchlich dar.

Im 19. Jahrhundert wurden auch die Plastiken mit Gips fehlerhaft ausgefüllt, welcher unter dem Einfluss der Feuchtigkeit seinen Umfang vergrößert hat und somit auch das Ausmaß der Splitterungen der Plastiken verursacht hat.

 

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