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Fotografien der Restaurierung:


 

 

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Das Gewebe mit grünen Fischen
Material: Seidenstoff, Leinenstoff
Größe: 15 x 20 cm
Herkunft und Zeitangabe: Hispanien, Anfang des 13. Jahrhunderts


Textil

Im Reliquiar gefundene Textilfragmente

Die Textilien wurden zwischen Knochen und Splittern des zerfallenen Boden des Reliquiars des heiligen Maurusus gefunden. Sie waren durch Lehm, Bakterien und Schimmelpilze verunreinigt. Sie bestanden vor allem aus verschiedenen Stoffabschnitten, wahrscheinlich Kleider der heiligen, die als Reliquien aufbewahrt wurden. Einige von ihnen waren in Stoffbeutelchen. Die größten Textilienfragmente (Leinen mit blauen Streifen und seidenes Gewebe mit grünen Fischen), bedeckten die Innenwände des Reliquiars.

Restauratorische Arbeiten in den Jahren 1995 - 1997 wurden durch die akademische Malerin Jarmila Sikytová durchgeführt und die kunsthistorische Analyse durch Leonie von Wilckens.

Gleich nach dem Fund wurde der ganze Reliquiar im radiologischen Laboratorium in Roztoky bei Prag bestrahlt. Einige Bakterien und Schimmelpilze an den Textilienfragmenten überlebten aber das Bestrahlen. Sie wurden erst durch Desinfektion in Butanoldampf vor Beginn der Restaurationsarbeiten vernichtet.

Die Oberfläche der Textilfragmente befreite die Restauratorin zuerst von Staub und anhaftenden Unreinlichkeiten mittels Haarpinselchen, Pinzette und Absaugen. Die Fragmente unterlegte sie dann mit einer Melinexfolie, nachher wurden sie mit destilliertem Wasser und dann noch auf 15 Minuten mit 20% Seifenkrautlösung angefeuchtet. Die Seifenkrautlösung wurde mit Zellstoffwatte abgesaugt und dann auf die Textilien mit einem Pinselchen reines destilliertes Wasser angetragen, diese hat sie auschließend mit Tampons aufgesaugt. Dabei hat sie mit der Pinzette weitere gelockerte harte unlösliche Teile der Unreinlichkeiten beseitigt. Die Folie machte das Umdrehen der Textilienfragmente und ihre Reinigung an beiden Seiten möglich.

Einige verdrehte Fragmente musste man im Wasserbad zu einer Fläche ausglätten. Die feuchten Textilien wurden geglättet nach Einschlag und Kettfaden und danach auf eine Folie und Glassunterlage frei zum Trocknen gelegt. Bei den unvollständigen zerrissenen Beutelchen wurde eine Rekonstruktion der Beutelform und Beutelgröße aus durchsichtigem seidenen Stoff - Seidenkrepp durchgeführt.

 

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